Donnerstag, 31. März 2005
Die Seele schweigt
Dieselben Sterne
Vom kalten Himmel leuchten ihr,
Und nach Gold, nach Brot und Wärme
Rings die Menschen lauthals giern...
Die Seele schweigt, – und lauscht dem Streiten,
Gewinnt sich Einblick weltenweit
Und aus dem Zwiespalt Einsamkeit
Kann sie mit Wunderkraft bereiten,
Was sie nur eignen Göttern weiht;
Und aus der Stille, aus dem Quälen,
Dem rastlosen Erhören steigt
Der ferne Ruf der andern Seele...
So hörn im dichten Meeresnebel
Die untrennbaren weißen Vögel
Ihrer Herzen stilles Flehn,
Das ganz nur sie allein verstehn.
Aleksandr Blok - 3. Februar 1901
Alexander Alexandrowitsch Blok (* 28. November 1880 in Sankt Petersburg; †7. August 1921 in Petrograd) war ein Dichter der russischen Moderne. Er war neben Andrej Bely der wichtigste Vertreter der so genannten zweiten Generation der Symbolisten.
Alexander Blok wurde als Sohn eines Juraprofessors und einer literatischen Übersetzerin 1880 in Petersburg geboren und schloss 1906 an der dortigen Universität sein Studium der Philologie und Rechtswissenschaften ab. Bereits 1902 veröffentlichte er einen ersten Gedichtzyklus in der Zeitschrift Neuer Weg. Seine frühen Werke standen unter dem Einfluss der Romantischen Literatur, die ihm seit seiner Kindheit vertraut war, sowie der Philosophie Solowjows und dessen Begriff der Sophiologie. So beschrieb er seine Liebeserlebnisse in dem frühen Werk Verse von der Schönen Dame auf poetisch-mystische Weise.
Jedoch bereits in seinem zweiten Gedichtband (1904-08) trat die mystische Einstellung in den Hintergrund; sie wurde abgelöst von besorgten und patriotisch-sozialkritischen Tönen. Eine Italienreise im Frühjahr 1909 verschaffte Blok Abstand zu den Ereignissen des Russisch-Japanischen Krieges und den sozialen Problemen seines Landes, die er als Bürgersohn und Student sehr wohl wahrnahm. Sein 1909 bis 1916 entstandener Gedichtzyklus Schreckliche Welt spiegelt die inneren Konflikte zwischen Jenseitsillusionen, russischer Realität und privaten Problemen wider. Nach fast zwei Jahren schöpferischen Stillstands seit 1916 entstanden 1918 die Gedichte Zwölf und Skythen.
Am 7. August 1921 starb Alexander Blok in seiner Wohnung; er wurde drei Tage später im Familiengrab auf dem Smolensker Friedhof beigesetzt. 1944 wurden die sterblichen Überreste auf den Wolkow-Friedhof überführt.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Alexander Alexandrowitsch Blok aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation.
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Mittwoch, 30. März 2005
Erwartung
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Montag, 28. März 2005
Wart auf mich
Damals war ein einfach nur ein Liebesgedicht... -
Sie hat gesagt: Mama ich komm doch wieder...
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Sonntag, 27. März 2005
Plötzlich ist er da, der Moment
Vorgestern
sagt mein Kind: Mama übermorgen zieh ich weg... ich brech das Abi ab
und versuchs woanders nochmal neu.... es soll besser werden als es
jetzt ist.
Wir sind aus allen Wolken gefallen und ganz hart
hier unten aufgeschlagen... Es gibt Tränen ohne Ende ... weil man sich
Sorgen macht ... - Loslassen .... ist einfach gesagt, wenn man nicht
mal weiß wohin ich loslasse .... in welche Richtung... in welche
Zukunft... es ist so einfach zu sagen, aber ein Mutterherz wird nie
loslassen ...
Morgen früh fliegt sie - und ich kann nichts mehr dagegen tun und sie wird so schnell nicht wiederkommen.
Mama,
ich habe euch doch lieb und ich bin nicht aus der Welt, sagt sie und
doch sind es 500 km die ich nicht einfach mal so auf einen Sprung
vorbei kommen kann. Sie sieht alles in schillernden Farben... und wir
sitzen hier und wissen nicht, wie es weiter gehen soll ...
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Ich bin vollkommen durch den Wind
Und einfach lachen als sei nichts geschehen. Ich bin so froh das es euch gibt. Das ihr da seid wenn man euch braucht ... einfach so ...
Vor ein paar Tagen erreichte mich dieser schöne Osterwunsch, ich habe mich sehr darüber gefreut... lächel ... aber für eine Rubrik reicht es nicht..., so viele kommen dann doch nicht an... habe ja selber niemandem geschrieben.
Gestern habe ich nun die Paul Hey-Seite fertig gestellt - arbeiten, ablenken... - irgendwie hat es mir aber keinen Spaß mehr gemacht ... und so sieht sie glaube auch aus ... und dann habe ich bis tief in den Morgen gechatet, mit einem lieben Menschen der auch nur für mich da sein wollte ... und dabei habe ich doch glatt verpasst das wir nun Sommerzeit haben, also ist es jetzt schon halb 10 durch und ich bin noch todmüde.... - eine Stunde gestohlen... oh man das wird wieder hart ab Dienstag...
Also, euch allen ein schönes Osterfest... und verzeiht mir das ich gerade nicht so richtig bei der Sache bin...
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Samstag, 26. März 2005
Ich danke euch
3 Monate wären
es noch gewesen, sie will Sozialpädagogik studieren, Fachrichtung
Sozialpsychologie. Und sie würde einen Numerus clausus bekommen, weil
ihre Fachhochschulreife derzeit sicher nur eine Drei geben würde. Also
hat sie beschlossen sie wird die 12. wiederholen, da das in Sachsen nur
geht, wenn man die Prüfung komplett verhauen hat und in NRW die
Möglichkeit besteht heute die 11. und irgendwann die 12. zu machen - ob
das wirklich so geht wissen wir nicht einmal - hat sie beschlossen
dahin zu fliegen...
Sie will sich einen Job suchen bis Sommer
und denkt dann kann sie so nebenbei alles wiederholen. Wir vermuten ja
das sie auch die 11. nochmal machen muss... das wären dann 2 Jahre
verschenkte Zeit - danach müsste sie drei Monate ein Praktikum
nachweisen im sozialen Bereich und erst dann kann sie sich zum Studium
einschreiben - und was sagt man wenn man später gefragt wird: Na sagen
Sie mal, nach der 10. haben Sie ja anderthalb Jahre pausiert und dann
nochmal von vorne angefangen... wieso das denn? - aus Liebe müsste sie
dann sagen ...
Der andere Weg, den wir ihr vorgeschlagen
haben, wäre einfacher... sicherer, denken wir.... Sie macht hier die
12. zu Ende... - wir bereiten in Ruhe diesen Umzug vor, vielleicht
sucht der Freund ja mittlerweile eine größere Wohnung und sie könnte
sich in der Zeit um eine Stelle im sozialen Bereich kümmern. Ab Sommer
würde sie dann dort 3 Monate arbeiten und sich danach zum Studium
einschreiben lassen und bekäme eben den NC - aber sie würde mit einem
Abschluss und vielleicht mit einem Arbeitsplatz die Zeit abwarten
können ...
Was ist nun daran verkehrt?? Was sind denn 12 Wochen
im Leben eines Menschen ... 12 Wochen sind ein Wimpernschlag im Laufe
der Zeit ... Ich kann nur hoffen das ihr irgendjemand davon erzählt...
ich habe es leider nicht geschafft sie davon zu überzeugen, das später
niemand mehr fragt mit welchem Schnitt haben sie ihr Abi gemacht...
sondern die Frage wird sein: Realschule oder Abi ... und weiter nix ...
und was war in den Jahren nach der 10. Klasse los? ...
Ach, ich weiß es einfach nicht...
Ich
glaube, ich habe dies bis heute nicht gewusst... ich glaube, ich habe
niemals auch nur einen Augenblick daran gedacht, dass es so passieren
wird..., das es passiert schon, aber irgendwie habe ich es immer weit
von mir geschoben, wir hatten ja noch Zeit ...
Und nun ist es
leise da oben in ihrem Zimmer ... und niemand kommt mehr herunter und
sagt: "Morgen" und ich kann nur noch meine Webcam küssen ...
Und
noch etwas ist mir gestern eingefallen, ich war damals 20 als ich
auszog ... irgendwann rief meine Mom an und sagte, ach Kind geh doch
mal mit mir einkaufen... ich vermiss dich so... klar, ich bin mit ihr
gegangen und habe doch zu ihr gesagt, weisst du ich habe jetzt mein
eigenes Leben, du brauchst eine neue Beschäftigung, vielleicht schafft
ihr euch ja einen Hund an?!
Und es hat weitere 23 Jahre gebraucht,
bis ich wusste was ich ihr damit eigentlich angetan habe. Ich kann sie
nur heute um ein "Verzeih mir" bitten... - Ich weiß nicht warum man in
seiner Jugend alles nur schwarz und weiß sieht... -
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Freitag, 25. März 2005
es wird mir fehlen
es wird mir fehlen
dieses "Morgen"
dieses küsschen
das ich danach bekam.
es wird mir fehlen
dieses "Mama,
komm nimm mich nochmal
in den Arm".
sie werden mir fehlen
diese leisen schritte
die manchmal tappen
durch das haus.
die blauen augen,
sie werden mir fehlen
und auch dein lächeln
zieht heute aus.
es tut so weh
dir zu zusehen
wie du die taschen packst
für eine lange zeit.
ich komm doch wieder
sagst du leise
warum nur ist mein glaube
nicht dafür bereit...
tieftraurig fahre ich dich
zum flieger
mit tränen die bitten
verlass uns nicht....
du wirst uns fehlen
und es fällt mir so schwer
das abschiedslächeln
für mein gesicht....
deine Mama
Mari - 25.03.2005 - 05:30
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